Nachhaltigkeit im Alltag: Die Pyramide für nachhaltigen Konsum

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Die Pyramide für nachhaltigen Konsum hilft dabei, nachhaltige Konsumentscheidungen im Alltag zu treffen.
Grafik einer Pyramide mit Textfeldern (von unten nach oben): "nutzen, was man hat; upcyceln und reparieren; leihen und tauschen; gebraucht kaufen; neu kaufen" und dem Erklärtext "Pyramide für nachhaltigen Konsum"
  • Bester Tipp für einen nachhaltigen Konsum: Dinge möglichst lange nutzen.
  • Gebraucht kaufen, reparieren, teilen, tauschen und leihen: Es gibt viele Möglichkeiten, Dinge lange zu nutzen.
  • Weniger neu zu kaufen, schont die Umwelt und den Geldbeutel.
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Die Pyramide bietet Orientierung für mehr Nachhaltigkeit im Alltag - Stufe für Stufe. Am besten für die Umwelt und darum die erste breite Stufe der Pyramide: Dinge lange nutzen. Es folgen: Jede Menge gute Möglichkeiten für nachhaltige Konsumentscheidungen. Dinge neu zu kaufen kommt erst ganz zum Schluss in Betracht.

1. Stufe: Nutzen, was man hat

Der wichtigste und effektivste Tipp für einen nachhaltigen Konsum: Dinge möglichst lange nutzen. Smartphones, Möbel, Kleidung oder Schuhe vorschnell wegzuwerfen, verursacht viele Umweltschäden. Nachhaltige Konsumentscheidungen schonen die endlichen Rohstoffe unseres Planeten, verringern den Energieverbrauch, reduzieren Müll und sparen eine Menge CO2.

2. Stufe: Upcyceln und Reparieren

Geht etwas kaputt, muss es nicht sofort weggeworfen werden. Durch kleine Reparaturen können Dinge viel länger genutzt werden. Wer sich alleine nicht traut, bekommt Hilfe in Repair-Cafés. Dort unterstützen geschickte Hobbyhandwerker:innen kostenlos dabei, defekte Geräte wieder fit zu machen.

Dinge, die wir einfach nicht mehr brauchen, können trotzdem noch nützlich sein. Ein altes Skateboard wird zum Regal, aus kaputten Handtüchern entstehen süße Kuscheltiere und ausgelesenen Bücher formieren sich zu einem Tischchen. Mit kreativen Upcycling-Ideen erhalten ausgediente Dinge ganz neuen Funktionen und können weitergenutzt werden.

3. Stufe: Leihen und Tauschen

Ob Schokobrunnen, Schwimmflossen oder Bohrmaschine: Manche Dinge brauchen wir nur für einen besonderen Anlass. Besser für die Umwelt ist es, diese Dinge mit anderen zu teilen und zu tauschen, statt sie neu zu kaufen und dann im Keller liegen zu lassen. Vergessene Schätze auf Dachböden und Schränken können anderen Menschen noch eine Freude bereiten. GiveBoxen, Umsonstläden, Leihbörsen oder Kleidertauschpartys sind nachhaltige Alternativen, um Dinge mit anderen zu teilen und unnötige Neukäufe zu reduzieren.

4. Stufe: Gebraucht kaufen

Viele Wunschartikel gibt es auch gebraucht zu kaufen – zum Beispiel in Secondhandläden, auf dem Flohmarkt oder auf Onlineportalen und manchmal auch am Wertstoffhof. Auch elektronische Geräte wie Smartphones oder Laptops sind vor allem online auf vielen Plattformen unter den Begriffen "refurbished" und "renewed" erhältlich. Dinge zu nutzen, die es schon gibt, verringert unnötige Neuproduktionen. Das ist gut für die Umwelt und erfreut außerdem den persönlichen Geldbeutel.

5. Stufe: Neu kaufen

Auf der kleinsten Fläche, in der Spitze der Pyramide, stehen die Neukäufe. Manchmal kommt man einfach nicht um sie herum. Doch die Entscheidung, Dinge neu zu kaufen, ist im Sinne eines nachhaltigen Konsums an letzter Stelle zu treffen. Wenn es etwas Neues sein muss, helfen folgende Tipps dabei, nachhaltige Kaufentscheidungen zu treffen:

  • Achten Sie beim Kauf von Produkten wie Möbeln, Kleidung oder Spielsachen auf Siegel, die auf sozial-ökologische Herstellungsprozesse hinweisen. Zur Siegel-Übersicht
  • Kaufen Sie recycelte Papierprodukte und Schreibmaterialien mit dem Blauen Engel. Zur Übersicht "Papierprodukte"
  • Achten Sie beim Kauf von neuen elektronischen Geräten auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit.

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